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6. Bekenntnisse aus Ost- und Südosteuropa Die ungarische Kirche wandte sich nach anfänglicher lutherischer
Orientierung immer stärker in Richtung Genf und Calvinismus. Gleichzeitig
wurde die Gegenreformation ab Mitte des 16. Jahrhunderts stärker – und
als Reaktion darauf entstand als erstes ungarisches Bekenntnis das Erlauthaler
Bekenntnis im Jahre 1562. Es ist eine Verteidigung gegen die Anklagen
seitens des Erlauer Bischofs, verfasst von Peter Melius und Gregor Szegedy.
Anders als die meisten anderen Bekenntnisse ist es ein breit angelegter
Text, dessen Interesse es nicht ist, einen bündigen Text für
die Gemeinde bereitzustellen. In der Breite enthält er eine nicht
geklärte Kombination aus reformierter und melanchthonischer Theologie,
unkonventionellen Ideen und sogar der Aufnahme scholastischer Gedanken.
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